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  Konzeption des Hauses
 

Neben den Qualitätszielen und Leitsätzen orientiert sich die Pflege und Betreuung unserer BewohnerInnen an einem christlichen und ganzheitlichen Menschenbild. Dabei stehen die Aktivierung körperlicher und geistiger Ressourcen sowie die Orientierung an den wesentlichen und individuellen Bedürfnissen der Bewohner im Mittelpunkt unserer Arbeit. Die Betreuung Sterbender, mit großen psychischen Belastungen für alle Beteiligten, ist ebenso
Herausforderung und Aufgabe unserer MitarbeiterInnen.

Bei der täglichen Betreuung und Pflege der älteren Menschen sind unsere Tätigkeiten angelehnt an die 13 ABDL`s (Aktivitäten und Bedürfnisse des Lebens), die im Pflegemodell
von M. Krohwinkel wieder zu finden sind. Dabei werden besonders

- Existenz gefährdende Erfahrungen (z.B. Sorge, Angst, Trennung, Schmerzen)
- Existenz fördernde Erfahrungen (z.B. Freude, Vertrauen, Unabhängigkeit, Wohlbefinden)

mit in unsere Dienste einbezogen.

Durch das Rahmenkonzept zur Betreuung und Pflege dementiell veränderter Menschen, wollen
wir mit unseren Bewohnern auch neue Wege gehen (z.B. durch Milieugestaltung „die gute Stube“). Stetigkeit und Nähe von vertrauten Personen, sollen Sicherheit und das Gefühl der Zugehörigkeit vermitteln. Durch die Einrichtung des Cafe „Nachtschwärmer“ wurde ein weiteres Angebot speziell für dementiell erkrankte Bewohner entwickelt. Der § 87b ermöglicht uns, ein zusätzliches Betreuungsangebot für unsere dementen Bewohner, so wie der wöchentlich statt findende Markt zur Pflege der Erinnerungen.

Allen Betreuungs- und Pflegekräften, die ihre intuitiven Fähigkeiten, sowie ihr Fachwissen, in
dieses Konzept einbringen, werden von uns wertgeschätzt, weil erst sie unser Versprechen an
diese Menschen möglich machen.

Unser Handeln richtet sich zudem nach den Vorgaben des „Gesetzes über das Wohnen mit Assis-tenz und Pflege in Einrichtungen“ ( Wohn- und Teilhabegesetzes NRW - WTG NRW).
„ Dieses Gesetz hat den Zweck, die Würde, die Interessen und die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger in Betreuungseinrichtungen vor Beeinträchtigungen zu schützen und die Einhaltung der dem Betreiber ihnen gegenüber obliegenden Pflichten und ihre Rechte zu sichern. Es soll die Transparenz über das Wohnen, die Abläufe und Angebote in Betreuungseinrichtungen fördern, das selbstbestimmte Leben der Bewohner und deren Mitwirkung und Mitbestimmung in der Betreu-ungseinrichtung unterstützen und zu einer besseren Zusammenarbeit aller zuständigen Behörden beitragen. Die zuständigen Behörden sollen sich bei der Anwendung von Rechtsvorschriften von der Lebenswirklichkeit älterer Menschen, pflegebedürftiger volljähriger Menschen und volljähriger Menschen mit Behinderung leiten lassen.

Die Bürgerinnen und Bürger in Betreuungseinrichtungen sollen
1. ein möglichst selbstbestimmtes und selbständiges Leben führen können,
2. vor Gefahren für Leib und Seele und
3. in ihrer Privat- und Intimsphäre geschützt werden,
4. eine am persönlichen Bedarf ausgerichtete, gesundheitsfördernde und qualifizierte Betreuung erhalten,
5. umfassend über Möglichkeiten und Angebote der Beratung, der Hilfe, der Pflege und der Be-handlung informiert werden,
6. Wertschätzung erfahren, sich mit anderen Menschen austauschen und am gesellschaftlichen Leben teilhaben,
7. ihrer Kultur und Weltanschauung entsprechend leben und ihre Religion ausüben und
8. in Würde sterben können.“ ( Auszug WTG)

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(c) 2000-2013 Alten- und Pflegeheim St. Josef, St.-Barbara-Str. 5, 45891 Gelsenkirchen